TV-Kolumne “Die Live-Show bei dir zuhause”: Fade Spiele und glanzlose Prominente – das Resultat: vier Stunden Langeweile

Mit der neuen Spieleshow, die nicht im Studio sondern auf der Straße ausgetragen wird, nervt Pro7 im Vorhinein die Anwohner. Die Live-Sendung selbst ist vier Stunden pure Langeweile.

Moderator Steven Gätjen versteht es, Erwartungen aufzubauen. Die anstehende vierstündige Live-Show kündigt er so an: „Es ist wie aufs dunkle Klo gehen. Es kann mal was daneben gehen.“ Na, wer möchte da noch abschalten. Schon gar nicht, wenn der Spielleiter fleht: „Bitte seien Sie auf unserer Seite. Halten Sie durch!“

Genervte Anwohner schon vor Showbeginn

Pro7 hat sich eine neue Spielshow ausgedacht. Es treten zwei benachbarte Familien gegeneinander an. Nicht jedoch im Studio, sondern auf der Straße und in den Wohnzimmern. Fünf Tage war die Knoopstraße in Bochum-Weitmar für die Aufbauarbeiten gesperrt. Die Anwohner haben vorab schon die Geduld mit der „Liveshow bei dir zuhause“ verloren. Moderator Matthias Opdenhövel entschuldigt sich denn auch pflichtschuldig und verspricht: „Jetzt kommt die Ernte.“

Zwei Teams mit prominenter Unterstützung

90 0000 Euro können die beiden Familien einfahren. An den Start gehen aus der Knoopstraße 25 das Ehepaar Anja Köhn und Mark Brötz und der im Haus lebende Bruder Dennis. Nebenan lebt Familie Kurtboz. Für sie gehen die Geschwister Aylin und Levent mit Vater Resat ins Rennen. Neun Spiele liegen vor dem Finale. Fürs erste Spiel gibt es 1000 Euro, fürs zweite 2000 Euro und so weiter. Beide Teams bekommen prominente Unterstützung. Die Brötz Köhns von dem Sänger Tom Beck und Moderatorin Sonya Kraus, die Kurtboz von „Tatort“-Kommissarin Aylin Tetzel und Allrounder Gil Ofraim.

 

Bisschen schneller machen

„Ich bin alles andere als ein Joker“, preist sich Sonya Kraus an. Aylin Tetzel hat sich nicht vorbereitet und ist nach eigener Aussage ganz schlecht bei Allgemeinwissen und so. Kein Wunder, dass die Familien wenn’s geht, auf die eigene Power setzen. Sonya Kraus trägt zum Gelingen hauptsächlich Gekicher bei. Die anderen drei Promis stehen glanzlos herum. Opdenhövel und Gätjen erklären langwierig die einzelnen Spiele. Der TV-Zuschauer darf miterleben, wie die Spieler Bälle in Mülltonnen werfen, Zeugs aus verschiedenen Zimmern einsammeln, um ein vorgegebenes Gewicht auf die Waage zu bringen oder über eine Murmelbahn Bällchen auf die Wagons einer Modelleisenbahn abladen. „Wollen wir das nicht ein bisschen schneller machen“, fragt Aylin Tetzel schon nach Spiel Nummer drei. Leider kann sie sich mit dem Vorschlag nicht durchsetzen.

Butter beim Schmelzen zuschauen

Im weiteren Verlauf schauen wir zu wie Butter beim Erhitzen schmilzt, Wasser zum Kochen gebracht wird oder Eier in der Mikrowelle explodieren. Den Blutdruck treiben diese Spiele nicht hoch. Auch wenn Gätjen versucht wenigstens verbal zu puschen: „Richtig fette Spiele um ganz viel Geld.“ Sogar Kandidat Dennis meint nach gut drei Stunden Live-Sendung: „Ich könnte einschlafen.“ Er darf noch nicht. Selbst Elmar Pauke, der die Spiele kommentiert, fällt über weite Strecken nichts ein und sitzt schweigend im ehemaligen Schweinstall.

Es ist danebengegangen

Das Finale zumindest ist schnell vorbei. Was dann auch wieder schade ist. Die Familie Kurtboz verliert beim Flummiball rasch und kann ihre Gewinnsumme nicht verdoppeln. Pannen gab es keine nennenswerten, danebengegangen ist die Show trotzdem. Aber das lag wohl eher am Konzept.

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