Der Mann schilderte nun gegenüber der „Bild“-Zeitung den Moment, als Balliet mit seinem Fluchtauto in seinen 40-Tonner krachte. „Ich bin als letztes Fahrzeug bei Grün noch reingefahren in die Baustelle. Kurz vor der Abzweigung ist der Täter dann mit dem geklauten Taxi um die Ecke gebogen und mir vorne reingeknallt. Der kam weder rechts noch links vorbei, weil das einspurig war“, erinnert sich der 56-Jährige.

Der Mann ahnte nicht, dass er es nicht mit einem normalen Unfall zu tun hatte, sondern mit einem gefährlichen, schwer bewaffneten Rechtsextremisten auf der Flucht. Darum wollte er dem Todesschützen zunächst sogar zu Hilfe eilen. „Ich wollte dann schauen, was mit dem ist, aber bis ich registriert hatte, was überhaupt los ist, war die Polizei schon da“, so der Lkw-Fahrer.

Polizisten stellten Stephan Balliet

Stephan Balliet habe dann noch versucht über die Betonabsperrung zu flüchten, doch aufgrund der Baustelle sei die Lage für ihn aussichtslos gewesen. Die Polizei habe ihm damit gedroht, von der Schusswaffe Gebrauch zu machen. Der 27-Jährige, der nach den Morden vor der Synagoge und in einem Döner-Imbiss zunächst nach Landsberg geflüchtet war, wo er sich ein neues Fluchtauto besorgt hatte, konnte festgenommen werden.

„Dann war alles abgesperrt. Die Polizisten haben sich auch um mich gekümmert und gefragt, wie es mir geht. Ich habe gesagt ‚Mir geht es eigentlich ganz gut‘“, sagte der Lkw-Fahrer der „Bild“-Zeitung.

Mulmig wurde ihm erst später, als er unterwegs erfuhr, wer da überhaupt in seinen Lkw gekracht war. „Da habe ich das erste Mal registriert, was da überhaupt hätte passieren können.“ Vor Ort hatte der Mann gar nicht die Information bekommen, dass es sich bei dem Festgenommenen um den Attentäter handelte, sondern erst später. Er fuhr dem Bericht zufolge noch die restlichen 250 Kilometer seiner Tagestour zu Ende.

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